Brechtmanns Bistro

..ich finde die Erikastraße ja eigentlich genau so uninteressant und unspektakulär wie die Frickestraße. Aber beide haben eins gemeinsam: 2 Schmuckstücke! In der einen befindet sich meine Wohnung, in der anderen Brechtmanns Bistro 🙂

Der Abend in Brechtmanns Bistro war für mich genau so überraschend, wie auch für Ann-Kathrin und Sven! Dazu aber nachher mehr.

Die Einrichtung:

genau mein Ding…leichte, warme Farben, viel weiß, Holztöne, entspanntes Licht und ab und zu ein knallbuntes Kunstwerk! Die perfekte Harmonie zwischen easy living und industrial Design. 4 unterschiedliche Räumlichkeiten bieten Platz für ca 40 Personen. Der Eingangsbereich mit Tresen bietet gerade Mittags den perfekten Ort für den schnellen Kaffee, parallel dazu der „Fensterfront-Raum“. Ebenfalls für den Lunch oder den Rückzugsort perfekt.

Die beiden anderen Räume sind jetzt nicht unbedingt mein Fall. Klar, ist es brechend voll bleibt einem nichts anderes übrig, ich fühle mich jedoch in beiden eher wie auf dem Präsentierteller. Aber zum Glück kann man in Brechtmanns Bistro Sitzplatzwünsche äußern, die meist auch umgesetzt werden können!

Das Essen:

…wie immer das Wichtigste! In Brechtmanns Bistro ist alles etwas asiatisch angehaucht – vom Curry über Sashimi und Tofu ist alles dabei. Sowohl die Teller wie auch die Speisen selbst – echt asiatisch. Es gibt aber auch die klassische Stulle mit Matjes und den Salat.

Für uns gab es an diesem Abend Röstbrot mit Gouda und Radieschen, Edamame und Tatar von Thunfisch mit Gurke, Wasabi und süß-saurer Ananas.

Die Stulle hats leider nicht aufs Foto geschafft – sah zwar sehr lecker aus und hat auch geschmeckt, war aber irgendwie nicht im Fokus (geht doch nichts über Einbildung und die Tatsache, dass meine Stullen die Geilsten sind 🙂 ). Sie hat wirklich gut geschmeckt, der Käse war nicht zu würzig und nicht zu faad. Einzig zu meckern gab es bei der Stulle, dass das Messer zu stumpf war und die Kruste zu hart. Eine kleine Meisterleistung, das Brot zu brechen und die Krümel nicht auf den Boden fallen zu lassen – im hohen Bogen versteht sich 😉

Mein Thunfisch war überaus lecker – wenn auch etwas „versteckt“. Alle Komponenten auf einmal essen war eher schwierig und je weiter man zum Tellerboden kam desto überraschter war man über neue Geschmackserlebnisse 🙂 Kann man machen, muss man aber nicht. Was mich auch etwas gestört hat war die Art des Tellers. Ok, Schüssel! So schön es ist, in einer Schüssel anzurichten…zum Essen wars deppert!

Und leider leider, auch diesmal war ich wieder enttäuscht von den Edamame! Bei Brechtmanns kommen die Edamame mit Cranberry, Zitrone und Salz…aber auch das war keine Geschmacksexplosion und die besten Edamame gibts eben doch nur im Chiliclub in der Speicherstadt/Hafen City. Sorry!

So, bevor wir zum Dessert kommen noch schnell die Story zur unverhofften Überraschung des Abends. Das Bistro war relativ voll – zumindest in unserem Raum. Ab und zu schlich ein großer Mann mit Kamera durch den Raum, blickte hier, blickte dort und ich hatte schon die ganze Zeit überlegt, was er eigentlich will. Ab und zu quatschte er mit ein paar Tischen (also den Menschen an den Tischen – aber in der Gastrosprache sind alle Menschen „Tische“). Vermutlich bekam er von allen einen Korb…deshalb trollte er sich zu uns, kniete nieder – „thank god – ein Mann der vor mir nieder kniet :-D“ – und erzählte, er sei von der Mopo und für die Weekendausgabe ist ein Bericht über Brechtmanns Bistro geplant und er brauche noch ein Foto. Es wäre auch ein kleines Bild und ob wir damit einverstanden wären, dass er uns fotografiert. Das erste was ich dachte „scheiße nein, schau mich an?! In dem Outfit, mit der no-go-Frisur und ohne Make-Up?! Auf keinen Fall will ich in die Mopo und wenns nur klein ist“….meine Antwort (nach Rücksprache mit meinem Gegenüber) „ja na klar, bevor du hier noch lange durch den Raum laufen und hoffen musst…aber nur mit meiner Freigabe!“ Tja, 5 Minuten später zeigte er mir 2 Bilder, ich sollte eins aussuchen. Mailadresse ausgetauscht und weg war er und wir alle hatten endlich unsere Ruhe und konnten uns auf den Abend konzentrieren. Ja, eigentlich hab ich ja nuuuuur wegen den anderen „ja“ gesagt….

Wie die Geschichte endete?! Ich bat den Fotografen per Mail darum, ein anderes Bild zu wählen als das was wir freigegeben hatten nachdem ich mal ein bisschen gezoooomt hatte und des Sonntagsfrüh kippte mir der Kaffee aus der Hand als ich das „kleine Bild“ quer über 2 Seiten in der Mopo entdeckte…. #läuftbeimir

Nun aber zum Abschluss des Abends – das Dessert:

Was hübsch aussieht……war leider nicht ganz mein Geschmack und ich bin sehr froh, dass das Dessert aufs Haus ging als „Danke“ fürs Model stehen.

Kommen wir zuerst zum Espresso. Was puren Espresso angeht, bin ich ja noch mehr angefixt davon seit ich meine 2. Familie habe als eh schon. Der Espresso war für meinen Geschmack leider zu sauer…er hatte diesen besonderen „schütteleffekt“….

Limonentarte und Himbeersorbet. Limonentarte ist schon immer eh nicht so meins, aber leider hatte dieses Stück einen so komischen Beigeschmack, dass ich mich lieber am Himbeersorbet ausgelassen habe, was wiederum der Hammer war! Mir fehlte definitiv der Limonengeschmack und dadurch, dass die Tarte frisch karamellisiert wurde war sie einfach zu warm. Das Himbeersorbet war angenehm weich, sehr himbeerig und ein toller Abschluss.

Der Service:

allen voran: Ann-Kathrin. Eine bezaubernde und sehr hübsche Person. Immer nett und freundlich und ein strahlen in den Augen, wie ich es selten gesehen habe. Als Gastgeberin ist sie einsame spitze! Man kommt sofort ins Gespräch mit ihr und auch die Auswahl an Mitarbeitern hat sie – glaube ich – mit Bedacht gewählt! Alle überaus lieb, richtige Typen, die voll und ganz hinter den Chefs und dem Laden stehen. Keiner zu aufdringlich, immer auf das Wohl des Gastes bedacht – ja, ja, das sind alle – aber nein, bei Brechtmanns Bistro darf man fühlen, dass der Gast Königin ist!

Fazit:

Ich komme immer wieder gerne ins Bistro – und wenn es nur für einen Kaffee ist. Im übrigen mit dem besten Milchschaum, den man sich wünschen kann! Der steht wie ne 1 🙂

Da ich noch lang nicht durch bin mit der Speisekarte muss bzw will ich also noch öfter hin, jedoch kann ich jetzt schon sagen, manchmal ist Design zwar schick, jedoch nicht immer praktisch!

Schaut gerne bei den Beiden vorbei – es lohnt sich!

Liebste Grüße vom Elbwidder

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ich bin ja ein Fan gewesen vom Barista Haus. Ich hoffe, dass das Marie genauso gut ist, bzw. zumindest die Frühstückskarte bleibt 🤗

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    1. elbwidder sagt:

      ich hab noch nicht so ganz verstanden was die da machen neben brechtmanns bistro. mal ist es auf, dann wieder nicht…die müssen es ja nicht nötig haben….muss ich wohl auch mal hin😁

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      1. Das Barista Haus gab es 1,5 Jahre. Sie haben es einem anderen übergeben und die eröffnen bald neu

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      2. elbwidder sagt:

        wissen wir ja wo wir hingehn! 😊

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